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Willy-Brandt-Gesamtschule |
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Anmeldungen zur Jahrgangsstufe 11 |
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Die Anmeldungen zur Jahrgangsstufe 11 sind Donnerstags von 14 - 15 Uhr (außer am 11.02.2010) und nach telefonischer Vereinbarung. |
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NS-Zeit in Mülheim und Höhenhaus |
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Im Zusammenhang mit dem Projekt "Mülheim entdeckt seine NS-Vergangenheit", das im Jahr 2009 von vielen Gruppierungen im Stadtbezirk getragen worden ist, haben wir an unserer Schule eine ganze Reihe von Veranstaltungen mit Zeitzeugen durchgeführt. Es begann mit dem Besuch ehemaliger Zwangsarbeiter aus der Ukraine im Mai. Einen Vormittag lang hatten mehrere Gruppen unserer Schule aus den Jahrgängen 9 bis 13 sowie weitere Gruppen aus anderen Kölner Schulen die Gelegenheit zuzuhören und Gespräche zu führen. Schüler aus Jahrgang 9 waren zusätzlich 2 Tage vorher mit dabei, als ein ehemaliger Zwangsarbeiter an den Ort seiner Zwangsarbeit zurückkehrte, damals Felten & Guilleaume, Draht und Kabelwerke in Mülheim.
Am 25.09. war eine weitere Gruppe von ehemaligen Zwangsarbeitern bei uns zu Besuch. Der Ablauf der Veranstaltung war ähnlich wie im Mai.
Ehemalige Zwangsarbeiter an der Schule – eine lange Tradition
Unsere Schule hat schon eine lange Tradition in dieser Hinsicht. Die Gäste werden dann jeweils von unserem Schulzirkus und der Schulleitung begrüßt. Dann führen Schülerinnen und Schüler, die Russisch, Polnisch oder Ukrainisch sprechen, die Gäste erst zu einer Erfrischung in unsere Teestube und anschließend zum Gespräch mit den Schülergruppen in die verschiedenen Räume.
Die ehemaligen Zwangsarbeiter kommen als Gäste des Kölner Oberbürgermeisters. Dies geschieht auf Initiative der 'Projektgruppe Messelager'. Ehrenamtliche Begleiter dieser Projektgruppe betreuen die Gäste eine Woche lang in Köln. Dieses Besuchsprogramm funktioniert mittlerweile seit 21 Jahren. Seit 1997 ist unsere Schule regelmäßig daran beteiligt. Seit 2002 findet regelmäßig (ein- bis zweimal pro Jahr) die Schulveranstaltung im Rahmen des Besuchsprogramms in unserer Schule statt. Große ProjekteIn dieser Zeit haben wir immer wieder Projekte zum Thema Zwangsarbeit gemacht:
1999 und in den darauf folgenden Jahren - Schülerprojekt in Jahrgang 9 u. 10: Herstellung eines Kartendenkmals zur Dokumentation von Zwangsarbeit im rechtsrheinischen Köln. Dieses Denkmal ist mittlerweile schon weit gereist, in der ganzen Stadt und darüber hinaus. Und immer wieder steht es nach wie vor in unserer Schule.
2002/2003 - Schülerprojekt Jg. 12: 'Zwangsweise Kölsch' - zwei Rotterdamer und drei Kölner Schulen dokumentieren die Schicksale niederländischer Zwangsarbeiter in Köln in Zusammenarbeit mit dem NS-Dokumentationszentrum Köln. Die Kölner und Rotterdamer Schüler begleiteten und interviewten die Gäste gemeinsam bei deren Besuch in Köln. Dann wurde eine Arbeitsteilung abgesprochen, um die Dokumentation der Schicksale dieser Menschen dann gemeinsam bei einem Besuch der Kölner in Rotterdam abzuschließen. Diese Dokumentation, die auf einer Veranstaltung in Rotterdam und im ELDE-Haus in Köln vorgestellt wurde, ist seitdem im Internet zu finden. http://www.museenkoeln.de/ausstellungen/nsd_zwangsweise-koelsch/fs.html?02.html~inhalt http://www.gemeentearchief.rotterdam.nl/dwangarbeidinduitsland/ 2009 - In diesem Jahr liefen in vielen Jahrgängen unserer Schule (6, 9, 10, 11, 12) parallel Projekte im Rahmen des Stadtteilprojektes 'Mülheim entdeckt seine NS-Vergangenheit', die sich nicht nur mit dem Thema Zwangsarbeit beschäftigten. Schwerpunkte waren außerdem jüdisches Leben in Mülheim, der Krieg in Höhenhaus und Mülheim, Verbrechen und Hinrichtungen am Kriegsende in Höhenhaus, Siedlungsbau in Höhenhaus während der NS-Zeit, und einige Schülerinnen führten Befragung von Zeitzeugen im eigenen Umfeld durch.Zeitzeugen aus Mülheim Einige Zeitzeugen haben in den letzten Monaten auch unsere Schule besucht und haben mit Schülergruppen Gespräche geführt:
04.11. - Dr.Greif aus Israel (Yad Vashem), dessen Vater knapp den Nationalsozialisten entkommen war. Dr.Greif zeigte einen Filmausschnitt aus dem Film 'Holocaust' und sprach mit den Schülern unterschiedlicher Jahrgänge über die Geschichte seiner Familie.
30.11. - Frau Priller-Rauschenberg, Zeitzeugin aus Köln-Mülheim hatte als Kind die sogenannte 'Kristallnacht' in der Buchheimer Straße erlebt. Sie sprach im 9.Jahrgang auch sehr eindrucksvoll von der Zerstörung der Stadt durch die Bombardierungen.
05.12. - Faye Cukier, eine jüdische Autorin, die in Köln-Mülheim aufgewachsen ist und mit 16 fliehen musste, besuchte den 6. und 9. und 10.Jahrgang. Sie erzählte von ihrem Leben als jüdisches Kind in Köln und von ihrer Flucht.
Ende Februar 2010 wird das Projekt 'Mülheim entdeckt seine NS-Vergangenheit' mit einer Veranstaltung und einer Ausstellung im Kulturbunker Mülheim abgeschlossen. Die Arbeit einiger Geschichtsforscher an unserer Schule wird aber vermutlich noch etwas weiter gehen. Ergebnisse werden bald auf der Homepage der Schule zu finden sein.Georg Wehner |
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