Inklusion

Inklusion an der Willy-Brandt-Gesamtschule

 

Inklusive Lerngruppen seit 2012

 

Seit dem Schuljahr 2012/13 ist der gemeinsame Unterricht von SchülerInnen mit und ohne sonderpädagogischen Förderbedarf in unseren inklusiven Lerngruppen ein neues bereicherndes Element der Arbeit an der Willy-Brandt- Gesamtschule Schule. Im Schuljahr 2013/14 werden an der Willy-Brandt-Gesamtschule über 40 SchülerInnen mit unterschiedlichem sonderpädagogischem Förderbedarf unterrichtet. Es sind Schülerinnen und Schüler mit Förderbedarf in den Bereichen Lernen, Sprache und Emotionale und soziale Entwicklung. Dazu kommt eine blinde Schülerin in der Oberstufe. An der Willy-Brandt-Gesamtschule arbeiten zurzeit 5 FörderschullehrerInnen, die in der Regel einer bis zwei Inklusionsklassen fest zugeordnet sind.

 

Die Arbeit mit den Schülerinnen und Schülern der Inklusiven Lerngruppen gehört mittlerweile schon fast zum Alltag unserer Schule; sie hat das Schulleben für alle Beteiligten durch wichtige, neue Erfahrungen verändert und bereichert. Die Inklusiven Lerngruppen sind ein wesentlicher Ort sozialen Lernens. Hier vor allem besteht die Möglichkeit, Toleranz, Respekt und Rücksichtnahme zu entwickeln, aber auch zu lernen, sich abzugrenzen.
Arbeiten und Lernen in Inklusiven Lerngruppen heißt individualisiertes Lernen. Auch die RegelschülerInnen profitieren davon, denn die Klassen mit bis zu 25 SchülerInnen werden i.d.R. gemeinsam von 2 KlassenlehrerInnen geleitet. Je nach Förderbedarf der Schülerinnen wird in einzelnen Fächern doppelt besetzt unterrichtet, wobei die Klassen- und FachlehrerInnen hierbei mit den SonderpädagogInnen bzw. mit KollegInnen, die diesen Aufgabenbereich übernehmen, zusammenarbeiten. In der Oberstufe ist zusätzlich zur Unterstützung einer Schülerin ein Schulbegleiter tätig. Inhalte und Formen des Unterrichts in den Inklusiven Lerngruppen werden auf die Förderbedarfe der einzelnen SchülerInnen sowie die jeweilige Klassensituation abgestimmt. Grundlage dafür sind individuelle Förderpläne, in denen der jeweilige Förderbedarf, d.h. Ziele und Inhalte für die verschiedenen Lern- und Entwicklungsbereiche, festgehalten werden.

 

In diesem Zusammenhang ist es uns besonders wichtig, eng mit Eltern, Erziehungsberechtigten, Therapeuten und Ärzten zusammenzuarbeiten und die Maßnahmen den Erfordernissen der Schülerinnen entsprechend in Absprache mit allen Beteiligten anzupassen.
Förderbedarf kann sowohl lernzielgleiche wie auch lernzieldifferente Inhalte umfassen. Dies bedeutet, dass die Schüler einerseits so weit wie möglich an den gleichen Zielen und Inhalten der Klasse gemeinsam mit allen SchülerInnen arbeiten, andererseits aber je nach Lern- und Entwicklungsstand individuelle Aufgabenstellungen und intensive Förderung erhalten.
Dafür stehen umfangreiche und anschauliche Differenzierungsmaterialien zur Verfügung, die inzwischen von vielen KollegInnen auch im Regelunterricht eingesetzt werden können und im laufenden Prozess der Inklusion auch weiter entwickelt werden sollen.
Eine wichtige Aufgabe für die erfolgreiche Arbeit auf dem Weg zur Inklusiven Schule ist darüber hinaus die enge Zusammenarbeit mit dem Kompetenzzentrum Mühlheim Ost, mit außerschulischen Stellen (Schulpsychologischer Dienst, Jugendamt, Arbeitsagentur, Therapeuten, Ärzten) und der kontinuierliche Austausch mit den Erziehungsberechtigten.

 

 

Im Schuljahr 2013/14 ist erstmalig eine blinde Oberstufenschülerin auf eigene Initiative auf die Willy-Brandt-Schule gewechselt. Büsra wollte unbedingt die Oberstufe an einer Gesamtschule und nicht an einer speziellen Förderschule absolvieren. Die Willy-Brandt-Gesamtschule war sofort bereit, sich dieser besonderen Herausforderung zu stellen.

 

 

Mittlerweile ist Büsra bei uns gut angekommen. Den Start wird von allen Beteiligten positiv bewertet. Wesentlichen Anteil hat daran auch der Schulbegleiter Semih.

 

Ausführliche Reportage des Kölner Stadtanzeigers